Eisbaden für das Pik As

Die Idee entstand vor einigen Jahren. Zunächst begann es ganz klein. Katharina Lohse und ihre vier Mitstreiter*innen animierten Freunde und Bekannte mit Ihnen im Winter im kalten Flusswasser Baden zu gehen und sammelten bei den umstehenden Zuschauer*innen Spenden für gemeinnützige Initiativen, die Menschen in Not unterstützen. Inzwischen hat sich das Ganze ausgeweitet. Es gibt die Website eisbademeisters-hamburg.de, viele Stamm-Badende und Firmen, Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen, die das Eisbaden für einen guten Zweck mit namhaften Summen fördern.

Für diesen Freitag hat sich die Förderstiftung Meyenburg bereit erklärt für jeden Eisbadenden und jede Eisbadende einen Betrag von 30 Euro pro Person einzusetzen, begrenzt auf insgesamt 5000 Euro. Da sich so viele Eisbadende am Elbstrand, zur Erinnerung: 192, eingefunden haben, ist diese Summe erreicht und da diese Spende zwei Vereinen zu Gute kommt, verbleiben für den Förderverein PIK AS 2500 Euro für seine Projekte. Wir bedanken uns sehr herzlich dafür!

Eines wird aber sofort klar, wenn man sich in der Menschenmenge am Elbstrand befindet. Es geht nicht nur um den guten Zweck, sondern auch darum Spaß miteinander zu haben. „Schööön!“ tönt es aus der grauen Elbe, während von oben feiner Hamburger Nieselregen die Köpfe benetzt. Oder: „Das hat ja Nordseecharakter,“ wenn ein Schiff vorbeifährt und die schäumenden Wellen auf den Strand schlagen.

Jörg ist einer von denen, die heute gekommen sind. Er hat sich Schritt für Schritt an das kalte Vergnügen herangetastet. Erst Rad- und Kajakfahren im Winter, dann das Winter- oder Eisbaden (Wassertemperatur unter 6 Grad): „Das härtet auch ab. Ich friere nicht mehr und werde auch nicht mehr krank.“ 

Als ein Feuerwehrschiff vorbeifährt und sein Horn erklingen lässt, noch einmal heftiges Winken der Badenden und dann verlassen sie nach und nach das Wasser. Nur ein einsamer Schwimmer zieht noch seine Bahn. Doch nach etwa 20 Minuten ist der gesundmachende (!?) Badespaß vorbei – bis zum nächsten Mal. Dank auch an die Initiatoren und alle, die dabei waren!